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19. Mai 2011 4 19 /05 /Mai /2011 20:09

Jahrmarkt des Lebens…………………..Sonstiges 2338

 

Manchmal frage ich mich wirklich ob mein Leben ein Jahrmarkt ist und ich permanent in der Achter- oder Geisterbahn unterwegs bin.

 

Datt kann doch echt net wahr sein, Mädche?

 

Kaum habe ich mich von dem einen Stolperstein erholt, kann durchatmen, in meinem Leben scheint sprichwörtlich die Sonne, erklingt  eine engelsgleiche Stimme in mir, Ulla, du hast es geschafft. 
Die Ängste, Sorgen und den schrecklichen Kram der letzten Jahre hast du brillant überwunden. Nichts und niemand kann dich mehr ärgern, du bist die Gelassenheit in Person, du bist bereit anderen Menschen mit deinem liebenswürdigen Wesen zu beglücken und sie an deiner Freude teilhaben zu lassen. Du betrachtest die Welt durch die Brille der Liebe, Achtung, Respekt und der Lebensfreude, du erkennst  in allem etwas Positives. Den Tag beginnst du mit einem freudestrahlenden Lächeln und beendest ihn mit unendlicher Glückseligkeit.


Kurz um, dir scheint die Sonne aus dem Hintern!

 

RUMPS! Wie von Geisterhand herbei gezaubert, pirschen sie sich abermals an mich heran, schleichen sich durch meinen Körper und machen mein Herzerl ziemlich schwer.
Da sind sie dann wieder, die Schrecken meiner Kindheit, ich habe sie nicht aufgeräumt oder aufgelöst wie ich es mir gerne einreden wollte, nein, ich habe sie formvollendet verdrängt. Durch ein banales Ereignis kamen sie wieder zum Vorschein und bringen mein Gebilde von Selbstwert und Selbstbewusstsein komplett durcheinander. Ich spüre erneut eine große, immer wiederkehrende Verunsicherung und stelle mein ganzes Sein völlig in Frage.


Meine Reaktion im ersten Moment ist genau die, die ich schon die letzten Jahrzehnte erfolglos praktiziert habe. Urplötzlich überkommt mich der Fluchtmodus und postwendend suche ich einen Schuldigen für diese erneute Misere. Die Angst schnürt mir das Herz ab, es klopft heftig und unregelmäßig. Mir wird augenblicklich schlecht und ich würde mich am liebsten in das nächste Mauseloch verkriechen oder mir die Decke über den Kopf ziehen.

 

Auf dieser himmlischen Insel begegne ich seit einiger Zeit den zwielichtigsten, geheimnisvollsten, rätselhaftesten MädchenschwefelhölzchenTiefen meiner Seele. Hier kommen die  verborgenen, unsichtbaren und verdrängten  Anteile meines Lebens zum Vorschein. Situationen und Begebenheiten, die ich längst vergessen hatte, Gefühle die ich erfolgreich eingemottet glaubte, Personen die mir sowas von den Spiegel vorhalten.

 

SCHWUPS! Plötzlich wankt die Erde unter meinen Füssen, mein Geist läuft Amok und ich sitze in meiner eigenen Falle. Die Schrecken meiner Kindheit sind schon wieder da und ich darf sie erneut in meinem Leben begrüßen.  Die Angst vor Ablehnung, die Bedenken wieder etwas Falsches gesagt oder getan zu haben, das mulmige Gefühl des Versagens. Ich sehe vor meinem inneren Auge den erhobenen Zeigefinger der mir droht. Dudu du! Das Gefühl in dem Märchen, das Mädchen mit den Schwefelhölzern, erneut die Hauptrolle zu haben, lässt mich augenblicklich verzweifeln.

 

Ok, ok, mittlerweile habe ich ja schon verstanden und registriert, dass ich in der Testphase bin, dennoch darf ich euch verraten………..ich bin immer noch verkrampft und die Angst steht mir förmlich im Gesicht geschrieben.

Warum soll ich diese Tatsache verheimlichen, totschweigen, verdrängen?  


Auch Frauen die ein Buch geschrieben haben, ihren lila Hut mit Stolz und Würde tragen, kommen im Leben oftmals an das Tor der Kindheit, klopfen an und blicken neuerlich in unaufgelöste Klein Mädchen Katastrophen.

 

Ich bin mir ziemlich sicher dass es ganz vielen Menschen ähnlich ergeht, dass es tausende Geschöpfe auf dieser Welt gibt, die sich die gleichen Fragen stellen. Dass Leute den Kopf schütteln,  sich an den Schädel fassen und sich fragen wann das endlich mal aufhört und warum kann „Mensch“ nicht dauerhaft glücklich und zufrieden sein. Warum, kommen diese alten Kamellen, ständig wieder zum Vorschein?

 

Nachdem ich meinen Fluchtmodus ausgeschaltet habe, steht mein Entschluss fest, ich stelle mich dieser Aufgabe bis zum bitteren Ende. Wenn ich jetzt abermals kneife, wird datt in dem Leben nix mehr geben. Also, ran an den vermeintlichen Feind, ich krame in meiner spirituellen Trickkiste und suche nach verständlichen Lösungen, die ich meinem Hirn anbieten kann. Nach Möglichkeiten  noch ehrlicher mit mir umzugehen, augenblicklich nachsichtiger zu sein und tief durch zu atmen.

 

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich hier auf „meiner“ Insel die Gelegenheit bekomme, mich so richtig mit den Tiefen meiner Seele auseinander zu setzen um unerledigte, sehr tief sitzende Belange aufzulösen.  Ganz gewiss, wird das eine sehr heilsame und hilfreiche Zeit für mich werden.

 

Bist du auch reif für die Insel?   

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Herzlichst eure Ulla
                       
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Published by Mein Lila Hut - in Weisheitsgeschichten
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