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27. April 2014 7 27 /04 /April /2014 08:52


 Als Kind hatte ich unermesslich viele überwältigende Träume, ullakind

atemberaubende Illusionen,  eine mitreißende Fröhlichkeit und ein herziges Gemüt.
Doch mit zunehmenden dem Alter wurde mir gesagt, dass das Leben ein Kampf ist. Dass, wenn die Vögel am Morgen zwitschern, sie am Abend von der Katze gefressen werden. Sprich, es lohnt sich nicht sich zu freuen, denn danach herrscht das blanke Chaos und ich stürze in die Tiefe.
Von da an verlor ich, nach und nach, all diese wundervollen Eigenschaften an die Angst, die Sorge, die Not, den nackten Existenzkampf.


 Als Kind war ich rappeldünn, ich aß nur dann wenn ich Hunger hatte und bewegte mich ständig. Es hat mir eine gigantische Freude bereitet mit Freunden Gummitwist zu hüpfen, Rollschuhe zu laufen, oder im Tümpel zu schwimmen, obwohl der voll mit Blutekeln war.
Doch mit zunehmendem Alter begann ich aus Frust oder Langeweile zu essen. Mein Körpergewicht stieg stetig an und der Depri war vorprogrammiert.
Von da an begann ich meinen Bewegungsdrang  einzuschränken und ich zog es vor die Kühlschranktür zu öffnen, den Flaschenöffner zu bedienen und ab und an eine Runde mit dem Auto zu drehen.

Als Kind habe ich mich geliebt wie ich war, ich fand mich großartig, wundervoll und betrachtete mich als etwas ganz „besonderes“. Ich liebte meinen Körper genau und betrachtete mich gerne von allen Seiten im Spiegel.
Doch mit zunehmendem Alter wurde mir gesagt das meine Beine zu dünn, meine Nase zu dick, meine Brüste zu winzig und mein Hirn voller Gespinste wäre.
Von da an begann ich mich ständig selbst zu kritisieren, alles was ich tat zu bemängeln,  ich nahm mich selbst auseinander,  verurteilte und beurteilte, machte mich klein und wertlos.


Als Kind habe ich gespielt, mich verkleidet und mir mein Leben in den schillerndsten Farben ausgemalt. Ich war die Prinzessin und der Prinz kam auf seinem weißen Schimmel geritten, um mich in sein Reich zu führen und um mit mir glücklich zu sein.
Doch mit zunehmendem Alter, verschwammen all meine prächtigen Farben und wechselten  ständig zwischen grau und schwarz. Der Prinz kam mit einem roten Golf und stürzte mich in ein Tal voller Tränen, Trauer und Unverständnis.
Von da an verlor ich den Glauben in die Liebe und an das Glück zu zweit.


Als Kind stellte ich mir vor ich hätte Flügel, ich wäre frei und könnte, wann immer ich wollte sie ausbreiten Adlerund davon fliegen. Ich fühlte mich frei und schwerelos.
Doch mit zunehmendem Alter, habe ich mir meine Flüge stutzen lassen oder, ich habe es selbst getan.
Von da an wurde vieles schwer wie Blei und bedrückend.


Als Kind habe ich in jedem Menschen das Gute gesehen, habe die Menschen als wunderbar, herrlich und großartig betrachtet. Ich habe sie respektiert und akzeptiert wie sie waren.
Doch mit zunehmendem Alter wurde mir beigebracht die Leute nach ihrem Äußeren, ihrer Sprache, ihrer Herkunft und ihrem Tun zu beurteilen. Ich fing an zu werten, zu kritisieren, sie anzugreifen, herunterzumachen, zu zerpflücken.
Von da an verlor ich diese wundervolle Gabe jeden Menschen so zu akzeptieren und zu respektieren wie er ist.


Als Kind sprühte ich vor Leben, meine Augen strahlten und mein Lächeln kam aus meinem  tiefen, reinen Herzen.
Doch mit zunehmendem Alter verblasste das Leuchten in meinen Augen und das Lächeln meiner Lippen erreichte nicht mehr mein Herz.
Von da an habe ich die Mauer um mein Herz Jahr für Jahr höher gezogen und habe meine wahren, ehrlichen Gefühle und Bedürfnisse tief versteckt.


Als Kind plapperte ich liebend gerne drauf los und ließ die Menschen wissen was ich fühlte und dachte. Worte waren für mich unendlich wichtig, denn damit konnte ich meine Emotionen ausdrücken.
Doch mit zunehmendem Alter wurde mir fortwährend gesagt, das Reden Silber und Schweigen Gold bedeutet.  Dass ich mein Herz nie auf der Zunge tragen sollte, das würde mich verletztlich und angreifbar machen.
Von da ab begann ich mich selbst und alle anderen Menschen zu belügen und zu betrügen. Ich vermied es meine wahren, echten Gefühle zu offenbaren und sagte nur noch das, was ich glaubte, das sie hören wollten.


Als Kind schien für mich immer die Sonne, doch mit zunehmendem Alter ließ ich es mehr und mehr zu, dass sich mein Himmel verdunkelte.


Jetzt, mit über 50 Jahren, beginne ich, mal wieder, mir mein Leben neu zu gestalten. Ich schiebe die düsteren IMGP1561Wolken von meinem Himmel und lasse die Sonne wieder in meinem Herzen erstrahlen.


Ich beginne neu, denke positiv und fülle meine Zeit mit LEBEN.


Jeder Tag zählt und egal wie alt du bist, es lohnt sich immer neu zu beginnen. Anders zu denken und zu fühlen, sich des Lebens zu erfreuen und FÜNFE mal GERADE sein zu lassen.


Egal ob es regnet, stürmt oder schneit…………die Sonne kommt immer wieder.

 

Herzlichst eure Ulla

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Published by Mein Lila Hut - in Weisheitsgeschichten
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